Erika und Gernot Rumpold

Erika und Gernot Rumpold

Gernot Rumpold galt dazumal als der „Mann für das Grobe“ hinter Jörg Haider. Im persönlichen Umgang sehr freundlich und entgegenkommend hat Gernot Rumpold die Kunst der indirekten medialen Attacke schon perfekt beherrscht bevor er seine Erika kennenlernte.

Ein guter und Gernot sehr nahe stehender Freund erzählte mir damals über den schier unerschöpflichen sexuellen Hunger des Mannes hinter Jörg Haider und darüber, dass seine Erika die erst wäre, die diesen befriedigen hätte können. Wie auch immer, Gernot Rumpold war Teil des Erfolgsteams von Haider und maßgeblich für dessen Aufstieg und Wahlerfolg 1999 verantwortlich. Was wenige wissen ist, dass es ohne Erika und Gernot Rumpold auch die YLine in der bekannten Form nicht gegeben hätte.

YLine war kurz vor dem großen Wahlsieg der FPÖ sehr erfolgreich an die Börse gegangen. Damit war YLine das erste börsennotierte Internet-Unternehmen in Österreich und erfuhr entsprechende Aufmerksamkeit. Die Idee war, die damals in Österreich nur spärlich vorhandene Internet-Penetration voranzutreiben, um damit auch den Boden für das zukünftige Wachstum von YLine aufbereiten zu können. Zu diesem Zweck wurde der „YLine PC“ generiert. Ein Angebot, das heute beinahe selbstverständlich aber damals revolutionär war. Der Kunde konnte den „YLine PC“ mt vorinstalliertem Internetzugang gegen einen geringen initialen Kaufpreis aber mit einem 12-Monats-Vertrag erwerben. Für jede gesurfte Minute musste der Kunde damals ATS 0,99 zahlen. Gemessen an den heutigen Preisen ein unglaublich überzogener Preis aber es waren eben andere Zeiten.

Das Projekt wurde von YLine damals mit IBM und dem Medienunternehmen NEWS umgesetzt wobei die Rumpolds die Konzeption und Abwicklung übernahmen. Erika hat sich damals als Halbschwester der Fellner-Brothers dargestellt und Gernot hat uns ähnlich brutal wie die FPÖ vermarktet. Diese Strategie hat genauso effektiv gewirkt wie seine FPÖ-Kampagne – und die Rumpolds haben berechtigt Millionen dafür kassiert. Innerhalb von weniger als 5 Monaten konnten über 35.000 „YLine PCs“ verkauft und entsprechend viele Kunden gewonnen werden. Ich behaupte, dass das die ersten Millionen waren, die die Rumpolds damals mit ihrer Agentur „mediaConnection“ verdient haben. Dabei waren die beiden dann doch etwas zu druckvoll…

[wird fortgesetzt]

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  1. […] die Partie rund um Gernot und Erika Rumpold habe ich schon Notizen verfasst, die ich im Buch weiter ausführen werde. Damit es nicht heißt, es wäre alles nur die […]

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Kategorie

Politiker, Unternehmen