Na endlich, könnte man meinen. Nach knapp 12 Jahren, 4 verschiedenen Untersuchungsrichtern und sechs Staatsanwälten (siehe dazu auch die Bemerkung des Gerichtsgutachers Keppert) ist die Anklage da. Zwar habe ich sie noch nicht erhalten – ich sitze in London und das dauert dann halt etwas – aber sie wurde angeblich tatsächlich versandt. Seit knapp acht Jahren von der Presseabteilung der Staatsanwaltschaft Wien jedes Jahr aufgefordert oder unaufgefordert medial kräftig angekündigt ist sie tatsächlich angekommen. Es sind ja seit Konkurs der YLine erst 11 Jahre, seit Vorlage des Gutachtens erst sieben Jahre und seit Vorlage der polizeilichen Einvernahmen erst acht Jahre ins Land gezogen. Da sage einer, dass die österreichische Justiz langsam wäre, oder? Na gut, es wäre jetzt wirklich kleinlich zu sagen, dass es doch nichts ausmacht, wenn man ein paar Jahre mehr oder weniger kriminalisiert wird! Man bekommt halt keine Aufträge, keinen Job und hat auch sonst ein eher sehr beschissenes Leben aber was solls. Die Beamten im Justizministerium kümmert das eher wenig. Kann sich noch jemand an die Staatsanwalt Krakow erinnern? Ein Shooting Star, der mich schon einmal wegen einer Finanzsache anklagte, diese verlor und es nicht einmal für wert befand, am letzten Verhandlungstag vor Gericht zu erscheinen. Da ließ er sich vertreten, es hätte ja seiner Karriere schaden können. Leider bin ich in diesem Punkt nach 11 Jahren doch etwas sehr kleinlich – aber davon in Kürze mehr. Ich muss jetzt sehen, dass ich zu meiner Anklage komme!

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