Willi Berner, Christian Hausmaninger und Werner Böhm

Willi Berner, Christian Hausmaninger und Werner Böhm

Heute gibt es etwas leichtere Kost aus der Abteilung Politik und Gesellschaft. Beginnt man ein Buch, durchforstet zu diesem Zweck die Unterlagen und fertigt Notizen an, dann fallen einem laufend interessante Aspekte auf. Das gilt vor allem für ein Unternehmen wie die YLine, das mit der halben Republik irgendwie verbunden war. Hier ein paar kurze Notizen dazu.

Als die schwarz-blaue Regierung damals antrat hat sie – wie die Öffentlichkeit weiß – damit die begonnen, die Pfründe abzustecken und die Republik zu teilen. Über meinen Investmentbanker Michael Lielacher und meinen Aufsichtsratsvorsitzenden Ernst Hofmann kam ich in engere Berührung mit Jörg Haider und seiner „Partie“. Zunächst wurde YLine von der FPÖ beauftragt, die Homepage zu machen wobei das Projekt von Haiders „Rechter Hand“ Gerry Mikscha getrieben wurde. Er wollte die FPÖ modernisieren und ins Internet bringen. Richtig interessant wurde es dann, als der damalige Infrastrukturminister Michael Schmidt zurückgetreten war. Hofmann, Mikscha und Co waren der Meinung, dass ich sein Nachfolger werden sollte.

Damals war eines der „Zentren der Republiksteilung“ das Hotel De France am Schottenring. Dort residierte Michael Lielacher und dort fanden viele diesbezügliche Besprechungen statt. In Erinnerung geblieben ist mir dabei ein Gespräch über den Ablauf meiner Bestellung zum Minister und die damit in der Folge verbundenen Positionen, die zu vergeben wären. Michael Lielacher sollte beispielsweise in den Aufsichtsrat der ÖBB einziehen, wie damals auch medial kolportiert wurde. Es kam mir ein wenig wie „Legoland“ vor aber, wie wir heute in der Rückblende wissen, war es das auch. Letztendlich wurde ich bekanntlich nicht Infrastrukturminister, wenigstens dieser Krug ist an mir vorübergegangen.

Am Bild oben links neben unserem Anwalt Dr. Hausmaninger, das ist Willi Berner, der ehemalige Kabinettschef im Infrastrukturministerium. Dieser ist nach der Bestellung von Monika Forstinger zur Infrastrukturministerin in die YLine gewechselt und war dort für PR und Kommunikation zuständig. Es ist im übrigen jener Willi Berner, der als Whistleblower vor ein paar Jahren den damaligen „Masterplan“ zur Aufteilung der Republik (siehe auch das Profil dazu) verriet.

Interessant vielleicht auch die Entwicklung von Gerry Mikscha (siehe auch meine Notizen hier). Dieser soll sich ja angeblich mit den Millionen der FPÖ nach Paraguay angesetzt haben (siehe Wikipedia). Manche behaupten, dass darunter auch einige Eurofighter-Millionen waren. Auch Gerry Mikscha hat nach seinem Abgang aus der Politik eine Zeitlang bei YLine verbracht, wie aus seiner Wikipedia-Biografie hervorgeht. Danach hat er mit Michael Lielacher und Ernst Hofmann Aktivitäten in der Schweiz entwickelt.

Über die Partie rund um Gernot und Erika Rumpold habe ich schon Notizen verfasst, die ich im Buch weiter ausführen werde. Damit es nicht heißt, es wäre alles nur die FPÖ darf ich berichten, dass ich auch mit dem ehemaligen Staatsekretär Matznetter meine Beziehung hatte. Er hat mich bei der Gründung der Stiftung beraten und meine Schwester hatte in seiner Steuerberatungskanzlei gelernt. Seine Kanzlei Merkur Treuhand hat über lange Zeit die Buchhaltung und Lohnverrechnung für YLine gemacht (siehe Bericht im Standard). Er hat im Zuge des Konkursverfahrens auch Unternehmen aus der YLine-Gruppe herausgekauft. Im politischen Hickhack zwischen Matznetter und dem Finanzminister Grasser hatte ich im Jahr 2003 mit beiden Seiten Gespräche, um zu verhindern, dass die YLine bzw. meine Person als politisches Kleingeld für Angriffe auf den Gegner verwendet werden (siehe auch Profil-Bericht).

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About Redakteur

Gründer und CEO von YLine und damit ein authentischer Berichterstatter über die spannende Zeit des wirtschaftlichen und politischen Wechsels am Ende des alten Jahrtausends.

Kategorie

Politiker

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