In der heutigen Presse findet sich unter dem Titel „Der seltsame Fall des Werner Böhm“ ein Artikel über mich, die YLine und die nunmehrige Anklage. In launigen Worten skizziert mich dort Hanna Kordik und stellt auch meinen Blog vor. Vielen Dank dafür. Sie meint, die gesamte Angelegenheit wäre insgesamt etwas schräg. Da kann ich ihr zustimmen, auch was meine Person betrifft aber ohne etwas Schrägheit könnte man dieses verrückte Verfahren wohl kaum aushalten.

Neu ist für mich das Gerücht, dass die YLine „ein Lehrlingsprojekt für Staatsanwälte“ sein soll. Nun, angesichts des bisherigen Ergebnisses wäre ich geneigt, das zu glauben.

Abseits des Launig-Ironischen vermeint aber auch Hanna Kordik nicht zu erkennen, was die YLine gemacht haben sollte. Da leiste ich sehr gerne Aufklärungsarbeit. Wir haben u.a. gemeinsam mit IBM und dem NEWS-Verlag 30.000 PCs mit integriertem Internetzugang verkauft und über ein Rechenzentrum einen Internet Service Provider (ISP) betrieben. YLine war damals einer der größten davon in Österreich. Man kann sich vielleicht 12 Jahre später nicht mehr daran erinnern aber damit wurde „echter“ Umsatz gemacht mit „echten“ Kunden und die Staatsanwaltschaft wirft mir u.a. im Gegenteil eben vor, dass dieses Projekt zu groß und zu riskant gewesen wäre (hier meine Notizen dazu). Letztendlich wurde der ISP um einige Millionen Euro an die Telekom verkauft (damals Jet2Web). Das war auch exakt jenes Projekt über welches es mit dem Partner IBM zum Streit kam, der die YLine in den Konkurs trieb. Bekanntlich hat der ehemalige Generaldirektor der IBM, Günter Pridt, bei YLine im Vorstand gearbeitet ebenso wie mit Mag. Kurt Hofmann ein ehemaliger Geschäftsführer des renommierten Trend-Profil-Verlages als Vorstand den ISP geführt hat. YLine hat darüber hinaus Internet-Software produziert, die es wirklich gegeben hat, was anläßlich eines sehr teuren Finanzstrafverfahrens festgestellt wurde. Daher wurde ich in diesem Verfahren freigesprochen (hier ein Bericht im Standard). Ich denke, das sollte hinlänglich erklären, was wir gemacht haben und dass es von seriösen Personen gemacht wurde.

Ob man sich von einem Start-Up mehr Umsätze hätte erwarten können, das vermag ich nicht zu sagen. Zur hohen Bewertung habe ich mich gestern schon geäußert (hier die Notizen). Unfair ist diese verkürzte mediale Sicht jedenfalls für die Manager und Mitarbeiter, die damals in der YLine an diesen und anderen Projekten gearbeitet haben. Daher wolle ich das aufklären. Ansonsten konnte ich über den Artikel wirklich herzlich lachen!

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