Vergleich mit IBM

Auszug aus dem mit IBM abgeschlossenen gerichtlichen Vergleich

Die Partnerschaft mit IBM war die Geschäftsgrundlage von YLine. Ich weiß, dass IBM das nicht hören mag und wahrscheinlich auch ein paar andere Leute nicht, aber so und nicht anders war es halt. Rückblickend betrachtet halte ich die Partnerschaft wie auch das Projekt mit den Internet-PCs noch immer für genial, auch wenn ich, nun in der Altersweisheit angelangt, einiges anders machen und die Partnerschaft anders ausgestalten würde. Fakt ist, dass sich handelnde Personen bei der IBM meines Erachtens damals nicht seriös verhalten haben. Beispielhaft nennen möchte ich da Walter Fuchs, meinen ehemaligen IBM-Chef, der als Gründungsmitglied zunächst Millionen mit YLine-Aktien verdient und dann gegen uns agiert hat. Aber dazu ein andermal mehr.

Zusagen wurden nicht eingehalten und negative Presse produziert. Das hat zunächst auch das Gericht gesehen, als wir im August 2001 eine Einstweilige Verfügung gegen IBM erwirkten, mit welcher IBM untersagt wurde, abzustreiten, dass YLine ein Partner war. Diesbezüglich hat unser damaliger Anwalt Dr. Hausmaninger tolle Arbeit geleistet. Ich bin absolut überzeugt, dass wir mit ihm auch den Schadenersatzprozess gewonnen hätten. Leider hat die Luft dann nicht mehr ausgereicht und wir sind abgesoffen.Die Hätti-Tant‘ war wieder nicht da!

Damals hat auch der beauftragte Univ.Prof Dr. Helmut Koziol – damals DIE diesbezügliche rechtliche Kapazität in Wien – gute Chancen für einen Schadenersatzanspruch gegenüber IBM gesehen. Ein entsprechendes Gutachten war die Grundlage für die geplante Klage gegen IBM.

Das Koziol-Gutachten wie auch die von Dr. Hausmaninger bzw. YLine erbrachten Vorarbeiten waren dann auch die Grundlage dafür, dass der YLine-Masseverwalter Dr. Stapf die IBM klagen und 2005 diesbezüglich einen Vergleich mit IBM erzielen konnte. IBM zahlte knapp € 3 Millionen in die Masse der YLine ein. Teil des Vergleiches war dann unter Ziffer 2, lit b) auch, dass keine weiteren Schadenersatzansprüche mehr an IBM gestellt würden. Explizit wurde dabei beispielsweise auf das Gutachten von Dr. Koziol verwiesen.

IBM wollte vom Masseverwalter eigentlich auch die Bestätigung, dass die Organe der YLine – also ich und andere Vorstände – mögliche klagsgegenständliche Forderungen nicht abgetreten hatten (siehe Ziffer 5). IBM wollte einfach aus der Sache YLine ausparken. Das ist nur verständlich aber letztlich zeigt auch und gerade der gerichtliche Vergleich, wie tief IBM in YLine involviert war.

Hier ist der Link zum gerichtlichen Vergleich.

Join the conversation! 2 Comments

  1. […] Die Klage wurde am 30.5.2005 verglichen und IBM zahlte rund 3 Millionen Euro in die Masse (siehe Beitrag hier). Insofern dürfte an dieser Sicht doch etwas dran gewesen sein, oder? Zur Erinnerung: YLine hat […]

    Antwort
  2. […] mit einem gerichtlichen Vergleich und der Zahlung von knapp 3,1 Millionen Euro „abgedreht“ (siehe Notizen und Unterlagen hier). Mit dieser Zahlung hat sich die IBM dann auch den Status eines Gläubigers und Schutz […]

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

About Redakteur

Gründer und CEO von YLine und damit ein authentischer Berichterstatter über die spannende Zeit des wirtschaftlichen und politischen Wechsels am Ende des alten Jahrtausends.

Kategorie

Unternehmen