ADU-Plochberger-ExekutionGestern hatte ich bereits erwähnt, dass meine ADU Privatstiftung 2003 eine Klage gegen Friedrich Scheck und Georg Plochberger gewonnen hat. Die beiden mussten dann die – im Verhältnis zum Volumen der Transaktion – lächerlich geringe und schriftliche vereinbarte Gebühr von € 40.000 dafür zahlen, dass Ihnen meine Stiftung 80.000 YLine-Aktien für eine Kreditgesicherung gegeben hatte (hier meine Notizen). Damals waren die Aktien € 3,5 Millionen Euro wert. Trotz expliziter Vereinbarung und trotz eines rechtskäftigen Urteils wollten die beiden nicht zahlen. Erst als wir einen der drei Mercedes vor Georg Plochbergers Haus pfänden ließen, zahlten die beiden. Soviel zu Vertragstreue, Zahlungsmoral und Vermögen der beiden. Ihr glaubt diese Räuberpistole nicht? Dann bitte das Schreiben des Anwalts links durchlesen (anklicken vergrößert).

Auf Grundlage dieses Urteils hat meine Stiftung dann eine Schadenersatzklage gegen Scheck und Plochberger eingebracht, weil auch die 80.000 Aktien nicht wie vereinbart bis 30.6.2001 lastenfrei an die Stiftung rückgestellt wurden. Auf Grund des bereits bestehenden Urteils war seitens der Rechtsanwälte ein Durchmarsch und ein rasches Urteil erwartet worden. Tatsächlich haben die Zeugen – bis auf den offensichtlich verwirrten Mike Lielacher aber dazu später mehr, es wird dann echt spannend – vernünftig ausgesagt. Es wurde das Schließen des Verfahrens erwartet als, ja als Dr. Thomas Keppert als rettender Engel für Friedrich Scheck auftrat.

Der Beklagtenvertreter (BV), also der Rechtsanwalt von Scheck und Plochberger, legte dem Gericht in der Tagsatzung am 29.9.2004 ein mit 30. Juni 2004 datiertes Schreiben des Dr. Thomas Keppert vor, in welchem festgehalten wird, dass ein geplanter Verkauf von YLine-Aktien durch die ADU Privatstiftung nach dem Juni 2001 möglicherweise den Tatbestand des Insiderhandels nach § 48a Börsegesetz erfüllen könnte. In diesem Fall könnte die Stiftung dann möglicherweise nicht mehr auf Schadenersatz klagen, weil Scheck diese Aktien nicht zurückgegeben hat. Diese rechtliche Frage wäre vorab zu klären, weswegen man auf das Ergänzungsgutachten des Dr. Keppert im Strafverfahren YLine warten sollte. Der BV beantragte am 29.9.2004 die Unterbrechung des Verfahrens. Das Verfahren ist bis heute – noch – ausgesetzt.

Zur Erinnerung: Dr. Thomas Keppert war damals nicht nur Gerichtsgutachter in Sachen YLine, sondern wurde nach diesem Schreiben in der Folge auch als Immobiliengutachter für Friedrich Scheck und seine ECO Business Immobilien AG und ECO Management GmbH tätig (hier meine Notizen dazu). Dabei hat er viel Geld verdient. Da ist so ein freundschaftliches Schreiben schon in Ordnung, oder?

Ebenfalls zur Erinnerung: das Argument des Insiderhandels kommt von Friedrich Scheck, der Millionen Euro mit dem Verkauf von YLine-Aktien verdient hat. Er selbst hat das ganze Jahr 2001 über YLine-Aktien verkauft und ist deswegen jetzt – seiner Meinung nach zu Unrecht, weswegen er Einspruch erhoben hat – angeklagt. Die Stiftung, so damals seine Argumentation, hätte hingegen nicht verkaufen dürfen.

Wer das für eine abenteuerliche Geschichte hält, der wird mit meinen Notizen zur Blue Bull in Verbindung mit Friedrich Scheck und Mike Lielacher erst recht zufrieden sein. Da „fliegen die Fetzen“ wie man so schön sagt. Folgt demnächst!

Hier ist der Ausschnitt aus dem Gerichtsprotokoll und hier das PDF mit den beiden relevanten Seiten: ADU-Klage-Scheck-Aussetzung.

Klage-ADU-Schreiben-Keppert

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