Sie kennen mich nicht persönlich und ich Sie nicht. Ebensowenig wie Ihren Sohn Mag. Friedrich Scheck oder Frau Dr. Elisabeth Plochberger. Ich habe trotz unserer persönlichen Nichtbekanntschaft äußerst unangenehme Berührungspunkte mit Ihnen, die mir geschadet haben und nach wie vor schaden. Daher muss ich nolens volens an Sie herantreten. Warum, das will ich Ihnen gerne nachfolgend erklären.

Im September 2000 haben Sie gemeinsam mit Ihrem Mann KR Friedrich Scheck und Herrn Georg Plochberger in einem Käuferkonsortium 5.022 Stück Aktien der Blue Bull AG um den Kaufpreis von ATS 26 Millionen von der damaligen YLine Internet Business Services AG erworben. Beweis für das Vorbringen: rechtskräftiges Urteil vom 30.6. 2003. Vollständiges Urteil finden Sie hier.

Scheck, Georg Plochberger und das Käuferkonsortium

Urteil gegen Friedrich Scheck, Georg Plochberger und das Käuferkonsortium

Sie hätten, so war es vereinbart, den Kaufpreis bis 15. Dezember 2000 zahlen sollen. Dies haben Sie und auch die anderen Konsortialmitglieder verabsäumt. Angeblich, weil Sie die finanziellen Mittel nicht hatten. Eine Finanzierung, so wurde mir ex post mitgeteilt, wäre mangels Sicherheiten Ihrerseits auch nicht möglich gewesen. Einen von mir als Vorstand der YLine AG damals angebotenen Rücktritt vom Kauf hat Ihr Konsortium auch abgelehnt. Daher habe ich im Interesse der YLine und im Entgegenkommen Ihnen gegenüber organisiert, dass Ihnen meine ADU Privatstiftung im Jänner 2001 80.000 YLine-Aktien im Wert von € 3,2 Millionen als Sicherheit für einen von Ihnen aufgenommenen Kredit geliehen hat und sie somit den Kaufpreis an die YLine  zahlen konnten. Beweis für das Vorbringen: rechtskräftiges Urteil vom 30.6. 2003. Vollständiges Urteil finden Sie hier.

Urteil-ADU-Scheck-Familie-1

Auszug aus der Urteilsbegründung zur Leihe der YLine-Aktien als Besicherung

Urteil ADU gegen Familien Scheck und Plochberger

Auszug aus dem Urteil zur vereinbarten Gebühr für die Leihe

Sie hätten die Aktien Ende Juni 2001 lastenfrei zurückstellen und bis dahin auch eine Leihgebühr bezahlen sollen. Das haben Sie verabsäumt, weswegen die ADU Privatstiftung die beiden Konsortialführer KR Friedrich Scheck und Georg Plochberger zunächst auf die Bezahlung der Leihgebühr geklagt und das Verfahren vor dem Landesgericht für ZRS am 30. Juni 2003 gewonnen hat. Selbst nach dem rechtskräftigen Urteil mussten wir das vereinbarte Honorar durch Exekution einbringen. Eine wenig erfreuliche und beschämende Angelegenheit vor allem angesichts der erzielten Erlöse aus den YLine-Aktienverkäufen von insgesamt rund € 12 Mio.

Der Schaden aus den nicht rückgestellten Aktien wurde separat vor dem Landesgericht für ZRS eingeklagt. Das Verfahren wurde im September 2004 unterbrochen und wird jetzt fortgesetzt.

Es hat sich auf Grund der strafrechtlichen Aufarbeitung zwischenzeitlich gezeigt, dass Ihr Konsortium hinsichtlich der damals vorhandenen Mittel schlicht die Unwahrheit gesagt hat und einfach zahlungsunwillig war. Offenbar haben Sie nie vorgehabt, die erworbenen Aktien mit eigenen Mitteln zu zahlen. Vor diesem tatsächlichen Hintergrund hätte Ihnen meine Stiftung niemals die 80.000 Aktien geliehen. Hier wurden wir schlicht und einfach belogen und haben unter Vortäuschung falscher Tatsachen einen enormen Vermögensnachteil verzeichnen müssen. So etwas macht man einfach nicht, denke ich!

Ich entschuldige mich, dass ich diesen Weg der Öffentlichkeit wähle aber angesichts des Verhaltens Ihres Mannes und Konsortialführers in den letzten Jahren scheint mir das der gebotene Weg. Ihr Mann, KR Friedrich Scheck, hat es, obwohl er über mich und die von mir gegründete YLine ein Vermögen verdient hat, nicht verabsäumt mich und eben diese YLine zu kriminalisieren. Beispielhaft verweise ich Sie auf folgenden Artikel „Ein Fall für den Staatsanwalt„. Ich kann dieses Verhalten bis heute nicht verstehen, auch, weil, wie Sie sich sicher denken können, damit meine Mitarbeiter, Freunde und Familie in Mitleidenschaft gezogen wurden. Insofern bin ich es diesen auch schuldig,  in aller Öffentlichkeit die Dinge zurechtzurücken. Und das werde ich nun nach Offenliegen aller Fakten mit dem gebotenen Nachdruck machen.

Sie, Ihr Sohn wie auch die übrigen Konsortialmitglieder, die gesamtschuldnerisch und solidarisch haften, erhalten in den nächsten Tagen per Post die entsprechenden Schreiben von mir. Sollte ich auch nur in irgendeiner Weise etwas falsch dargestellt haben, werde ich nicht anstehen, mich öffentlich zu entschuldigen. Ich nehme aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf Grund der vorliegenden Beweise und gerichtlichen Feststellungen an, dass das nicht erforderlich sein wird.

Mit der Bitte um Verständnis verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

Werner Böhm

Join the conversation! 1 Comment

  1. […] Bull AG  stand bevor und man wollte halt derenseits wieder “mitnaschen”, siehe den offenen Brief an Erika Scheck […]

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorie

Unternehmen

Schlagwörter

, , , ,