Der Trend wirft einen Blick auf das Netzwerk der YLine

Der Trend wirft einen Blick auf das Netzwerk der YLine

Kinder, wie die Zeit vergeht. Vor allem in einem Verfahren, das bereits in das 12. Jahr hineingeht. Da passiert während des Verfahrens mehr als zuvor in den knapp 3 Jahren des Bestehens. Mir ist heute ein alter Artikel des Trend-Magazins aus dem Jahr 2004 in die Hände gefallen. Darin erörtern Bernhard Ecker und Alexis Johann ganz offensichtlich ehrlich erstaunt den gerade „frisch erschienenen“ FMA-Bericht. Selbstverständlich, daran kann ich mich erinnern, war das bevor ich diesen überhaupt gesehen hatte. Daher konnte ich keine Stellung beziehen. Die Staatsanwalt war immer sehr medienfreundlich.

Der „größte Insiderskandal Österreichs“ könnte das werden, schlussfolgern die Beiden durchaus prophetisch (naja, war auch nicht sooo schwierig). In dem Trend-Artikel werden einige Aktientransaktionen beschrieben, wie z.B. jene von Ernst Hofmann (den gesamten Artikel findet ihr hier in den beiden PDFs Teil 1 und Teil 2). Nicht berücksichtigt wurden die Transaktionen von Friedrich Scheck aber das holen wir jetzt ohnehin nach. Hier werde ich auch abseits des Blogs noch entsprechende Aufklärungsarbeit für den Staatsanwalt leisten, damit der liebe Fritz uns nicht verloren geht. Entweder ist das alles sauber abgelaufen und dann gilt das für die anderen auch oder der liebe Fritz wird sich denselben Verantwortungen stellen müssen, wie die anderen auch. Nur eben mit deutlich höheren Summen und auf Grund der Signifikanz seines „Massenhandels“ auch mit deutlich höherer Verantwortung (siehe meine Notizen). Und hier sehe ich auch Georg Plochberger noch im Boot sitzen.

Dr. Alfred Brogyani

Dr. Alfred Brogyani

In dem Artikel habe ich auch das „Netzwerk YLine“ gefunden, das von Karl-Heinz Grasser über Matthias Winkler, Ernst Hofmann, Walter Fuchs (IBM) bis hin zum Herrn Kammerpräsidenten Dr. Alfred Brogyanyi reichte. Letzterer hatte ein sehr delikates Verhältnis zu meiner Schwester Ursula. Und der jugendfreie Teil der Geschichte kann wie folgt erzählt werden.

Brogyanyi war als Risk Manager bei der Ernst & Young für die Wirtschaftsprüfung der YLine verantwortlich, was ihn aber nicht daran hinderte, gemeinsam mit Peter Laggner, dem damaligen Geschäftsführer von Ernst & Young Consulting, mit der enition AG eine Konkurrenzfirma zur YLine aufzumachen. Brogyanyi hatte überhaupt kein Problem damit, dass seine enition dem Ernst & Young-Clienten YLine Mitarbeiter abwarb. Das war ja sein Privatvergnügen und eine ganz andere Baustelle. Interessenskonflikt? Aber wo denn! Er setzte sich in den Aufsichtsrat der enition, investierte ein wenig und hoffte wie Grasser auf den neuen und raschen Reichtum. Brogyanyi und Laggner waren auch das Team, das in der FirstInEx dann dafür sorgte, dass dort zum Vorteil von Ernst & Young Consulting Bilanzfälschung gemacht wurde (siehe meine Notizen). Wiederholungstäter sozusagen, die beiden haben in der YLine wirklich „anständig“ gefuhrwerkt. Da hat es auch einige Anzeigen gegeben, die aber abgebogen werden konnten. Nach dem Zusammenbruch der YLine wurde er innerhalb der Ernst & Young flugs zum Claims Manager für die YLine ernannt – so hatte er auch bei der Nachbearbeitung alles im Griff.

Brogyanyi ist nicht mehr bei Ernst & Young und Kammerpräsident auch nicht mehr aber ansonsten hat er jede Menge honoriger Jobs. Ich bin gespannt, wie Brogyanyi diese und andere Malversationen dann vor Gericht erklären wird. Ich tippe auf partielle Amnesie! Vielleicht hilft Peter Laggner, der ist ja noch etwas jünger.

Ach ja, der Herr Kammerpräsident hat dann dem YLine-Kollegen Grasser auch bei den steuerlichen Problemen rund um die YLine und die Homepage-Affäre geholfen. Letztlich war es ja die FirstInEx mit Ernst & Young Consulting, die Grasser die Homepage bauten. YLine verbindet eben, oder?

Join the conversation! 2 Comments

  1. NEIN, ich und mein Prüfungsteam damals bei Ernst & Young haben nichts gewusst von den Privatinvestments und Aufsichtsratsmandaten (?) von Dr. Brogyanyi und Peter Laggner in die enition!!

    Antwort
    • Das kann und wird sicher so sein, macht aber die Probleme, die damit verbunden waren ex post auch nicht mehr ungeschehen. Vor allem, da Ernst & Young sehr genau weiß, wieviel Kraft mich das Wegräumen des Mistes der enition gekostet hat. Der hat gigantisch gestunken und war ebenso unnotwendig wie die Malversationen bei der FirstInEx. Da darf man schon am Verstand der Beteiligten zweifeln. WB

      Antwort

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About Redakteur

Gründer und CEO von YLine und damit ein authentischer Berichterstatter über die spannende Zeit des wirtschaftlichen und politischen Wechsels am Ende des alten Jahrtausends.

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Presse

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