IBM blockiert den Zwangsausgleich

IBM blockiert den Zwangsausgleich (24.2.2004 im FORMAT)

Vorab wieder meine Entschuldigung für die Endlosschleife Fritz Scheck aber da wir gerade die Sachverhaltsdarstellung vorbereiten, tauchen jede Menge Informationen auf. Also, wer das Thema nicht mehr hören oder lesen kann, der sollte JETZT aufhören zu lesen. Für diejenigen unter den Lesern, die es interessiert, wie Friedrich Scheck nach der Insolvenz nochmals abzocken wollte und dafür auch die Leute der YLine kriminalisierte, die unbedingte Empfehlung „weiterlesen“.

So begab es sich zu einer Zeit vor allgemeiner Bekanntheit des FMA-Berichtes und der darin erlesbaren Tatsache, dass Friedrich Scheck und Georg Plochberger YLine-Aktien im Ausmaß von knapp 12 Millionen Euro verkauft hatten (hier meine Notizen dazu). Da hatte ich wegen der ganzen Probleme noch ein wirklich schlechtes Gewissen gegenüber dem armen Fritz. Er hatte, so erzählte er mir, praktisch alles verloren. Von den bereits bestellten Autos Range Rover und Mercedes 500 musste er einen zurückgeben (wahre Begebenheit). Welchen, das habe ich mir nicht gemerkt. Trotzdem oder vielleicht deswegen war ich bestrebt, die YLine über einen Zwangsausgleich wieder aus dem Koma zurückzuholen. Gegen den massiven Widerstand des Masseverwalters und IBM. Ich ersuchte Friedrich Scheck Anfang 2004 händeringend um Unterstützung und er sagte mir diese zu. Er werde sich mit dem Masseverwalter abstimmen. Als erfahrener Masseverwalter sollte ihm das doch gelingen. Es war ein harter Kampf – siehe auch diesen Presseartikel im FORMAT von damals.

Was macht also Friedrich Scheck, der Gute? Er nutzt meinen Versuch zum Zwangausgleich für einen neuen Bereicherungsversuch, schreibt dem YLine-Masseverwalter Dr. Christof Stapf am 13. April 2004 einen ausführlichen 6-seitigen Brief und verlangt darin die Anerkennung seiner Forderungen in Millionenhöhe für den Schaden, den er erlitten hätte (Zusammenfassung durch mich). Erst dann, aber nur dann, wenn der Masseverwalter die Forderungen anerkennen würde, nur dann würde er, Friedrich Scheck, den Zwangsausgleich unterstützen. Der Masseverwalter hat sich „einen Hax’n ausgefreut“, denn der wollte den Zwangsausgleich ja gar nicht. Noch ist Friedrich Scheck aber nicht fertig. Er muss unbedingt ja auch das Management der YLine kriminalisieren, um seine Ziele zu erreichen.

Friedrich Scheck zum Zwangsausgleich„Wenn wir uns dieser unerfreulichen Materie [Anm.: gemeint ist Forderungsanerkennung] widmen müssen werden wir unsere Anwälte auch damit beauftragen, die von Werner Böhm vielfach unrichtig festgestellten Sachverhalte zu berichtigen und Untersuchungen dahingehend vorzunehmen, inwieweit allenfalls strafrelevante Handlungen durch das Management der YLine Internet Business Services AG zu verantworten sind.“ meint jener Friedrich Scheck, der mit Georg Plochberger als Insider über 12 Millionen Euro abgezockt hatte.

Und er will – bevor eventuell Böhm den Zwangsausgleich machen kann – schnell noch die Anerkennung einer Forderungen von 8,6 Millionen Euro. 6 Millionen für ihn und 2,6 Millionen für Plochberger. Nur dann, wenn man die Forderung anerkennen würde, dann würde er davon ausgehen, dass das Manegement sich nicht bereichert hätte. Man glaubt diese Chuzpe nicht.

Bitte sehr, hier ist der Ausschnitt aus dem Schreiben und hier als PDF die ganze Seite 5 des Schreibens an den Masseverwalter. Das gesamte Schreiben ist im Gutachten als Beilage VVVV/1 enthalten (Hinweis für andere Betroffene). Ich glaube, dass ich nicht mehr sagen muss, dass mir der Zwangsausgleich abgelehnt wurde. Aber zumindest kann ich für mich behaupten, es versucht zu haben.

Friedrich Scheck schreibt an den Masseverwalter

Friedrich Scheck schreibt an den Masseverwalter

 

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  1. […] der Konkurses nochmals Kasse zu machen und stellt sich als armes und geschädigtes Opfer dar (siehe meine Notizen hier). Damals war der FMA-Bericht noch nicht veröffentlicht und daher seine Aktientransaktionen noch […]

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About Redakteur

Gründer und CEO von YLine und damit ein authentischer Berichterstatter über die spannende Zeit des wirtschaftlichen und politischen Wechsels am Ende des alten Jahrtausends.

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