Der Staatsanwalt im Standard über die YLine

Bericht im Standard (März 2004)

Kurz vorhin habe ich euch einen mittlerweile knapp neun Jahre alten Artikel aus dem Standard in Erinnerung gerufen worin es um die gestohlenen YLine-Laptops ging (siehe Notizen hier).

In eben diesen Artikel wird auch noch der damals zuständige Staatsanwalt Georg Krakow und der damalige Leiter der Wirtschaftsgruppe in der Staatsanwaltschaft, Erich Müller, zitiert (hier ist der Artikel). Vorausschicken möchte ich die Aufgabenbeschreibung eines Staatsanwaltes:

Im Strafprozess ist er als Träger der Anklage formale Prozesspartei, jedoch zur absoluten Objektivität gegenüber jedermann verpflichtet. Er muss belastenden und entlastenden Umständen mit gleicher Sorgfalt nachgehen (siehe vollen Text hier).

Also, vor dem Hintergrund dieser Pflicht zur Objektivität und Wahrheitssuche sagt Herr Erich Müller im März 2004, also vor knapp neun Jahren:

„Wir werden weiter in der Jauche stieren. Und wir werden etwas finden.“

Und der damals zuständige Georg Krakow meint ebenso objektiv und ohne damals noch Ergebnisse zu haben – das Gutachten von Keppert wurde erst im Dezember 2004 fertiggestellt – zum Verfahren:

„In diesem Jahr muss sich noch irgend etwas tun“, so Krakow. Erste Anklagen könnten also noch in diesem Jahr erfolgen.

So etwas nennt man Vorverurteilung und Voreingenommenheit. Jedenfalls aber entspricht das nicht der Vorgangsweise eines ordentlich und juristisch sauber agierenden Staatsanwaltes. Die Anklage kam knapp neun Jahre und vier Staatsanwälte später.

Karl-Heinz Grasser hätte an meiner Stelle schon wieder eine Klage gegen die Republik eingebracht (siehe Bericht im NEWS). Das waren nicht die einzigen derartigen Vorverurteilungen durch die Staatsanwaltschaft. Damit wurden ich und auch die anderen Verdächtigen in ihren persönlichen Rechten verletzt und im wirtschaftlichen Fortkommen geschädigt.

Aber, das Beste kommt wie immer zum Schluss: was macht der pensionierte Staatsanwalt Erich Müller heute? Er hat in seiner „Jauche gestiert“ und Friedrich Scheck als Mandanten gefunden. Er arbeitet im Team des Verteidigers von Friedrich Scheck. Mal schauen, was ihm jetzt so einfällt, um die von ihm begonnene Vorverurteilung zumindest für seinen Klienten aufzuheben. Vielleicht wäre jetzt ein vertrauliches Gespräch in der Rauhensteingasse  (mehr Details dazu nächstes Mal ..) angebracht?

Join the conversation! 7 Comments

  1. … wie schon vorhin bei einem anderen Posting gesagt dürft ihr euch überhaupt nicht beschweren. Seit Jahren kennt man doch diesen Scheck und seine Haberer. Wir haben diese Leute hier in München angezeigt aber eure Justiz hat das Ding einfach abgedreht. Dabei hat dieser Kommerzienrat bei der Eco Business Immobilien AG doch vielmehr abgezockt als bei eurer yline. Das ist doch für den nur Kleingeld gewesen. Ich bin tausendprozent sicher, dass der sich das auch diesmal richten wird und natürlich braucht es da auch einen Staatsanwalt. Es wird Zeit, das der einmal in Deutschland vor Gericht kommt, euer lahmer Justizverein wird da niemals etwas mache. Gruß nach Wien

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    • Ihr Deutschen habt euch deutlich mehr Staatsanwälte. Angeblich kommen bei euch auf 100.000 Einwohner knapp 6 Staatsanwälte und bei uns nicht einmal 3. Da kann man hat dann deutlich effizienter mauscheln und wenn dann die Hälfte der Juristen auch noch Freimaurer sind, dann sind die wichtigen Gerichtsfälle abgesprochen.

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  2. Wahrscheinlich sind die österreichischen Verhältnisse nicht einfach zu verstehen obwohl die Amigo-Partien in München auch nicht so anders funktionieren. Jedenfalls ist man in Wien immer gut beraten, sich in einem Strafverfahren von einem Freimaurer oder einem Gerichts-Intimus beraten und verteidigen zu lassen. Wird aber bei euch auch nicht anders funktionieren!

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  3. Als langjähriger Standard-Leser habe ich die Karriere des Kerbler-Freundes Scheck verfolgen dürfen. Für den Anleger-Schützer Rasinger ist der ein rotes Tuch. Abgesehen davon, dass Rasinger Scheck für einen unfähigen Manager hält, sieht er ihn auch als Riesenabzocker, der Aktionäre wie „nützliche Idioten“ behandelt. Link zum Artikel im Standard: http://derstandard.at/1269449791626/Gnadendividende-Conwert-muss-fuer-Eco-buessen

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  4. Zum Thema Abzockerei durch diese Herren sei auch auf die Anzeige der Anleger in München verwiesen. Vielleicht ist das auch die Angelegenheit die in einem der anderen Kommentare erwähnt wurde: http://www.fondsprofessionell.de/news/aktuelle-news/nid/strafanzeige-gegen-conwert/nsuchbegriff/Provisionen/nsort/1/nsortiermethode/desc/nsuche/1/newsseite/20/nsuchseite/3

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  5. […] gefunden, wie der Staatsanwalt im März 2004 der Presse mitteilte (siehe Notizen hier). Aber man werde “weiter in der Jauche stieren” und man werde “etwas […]

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  6. […] ihnen abverlangte Objektivität durch mediale Vorverurteilung mit Füßen treten (siehe hier den Beitrag über den ehemaligen Staatsanwalt Erich Müller). Ich finde es lächerlich, dass die Justiz nicht in der Lage ist, einem die verfassungsmäßig […]

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About Redakteur

Gründer und CEO von YLine und damit ein authentischer Berichterstatter über die spannende Zeit des wirtschaftlichen und politischen Wechsels am Ende des alten Jahrtausends.

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