Niemand, absolut niemand! Da kann der ehemalige Generaldirektor von IBM Österreich, der zwischen November 2000 und Mai 2001 als COO für das operative Geschäft der YLine zuständig war, noch so viele Drohungen ausstoßen. Fakten bleiben Fakten. Vor einigen Tagen hat die ehemalige Wirtschaftsprüferin der YLine einen Gastbeitrag über die Kosten des Engagements von Günter Pridt verfasst (hier ist der Beitrag Generaldirektor müsse man mal sein!). Es handelte sich dabei meines Erachtens um einen sachlichen Beitrag, der folgende Fakten dargestellt und kommentiert hat:

  • Günter Pridt hat von YLine im September 2000 einen Signing Bonus von 14 Millionen Schilling und
  • ein monatliches Gehalt von 423.667,-Schilling kassiert
  • die Aussagen von Pridt bei seiner Einvernahme

Der damalige Aufsichtsrat der YLine, der Pridt auf meinen Vorschlag hin engagiert hat, hat von ihm definitiv erwartet, dass er als COO das operative Geschäft der YLine und die wichtige Partnerschaft mit IBM verantwortet. Zum Zeitpunkt des Engagements wurde gerade eine Übernahme der BEKO Holding AG verhandelt bzw. war bereits eine entsprechende Absichtserklärung unterfertigt worden. Auch im Rahmen der damals erwartbaren Erweiterung der YLine wäre Pridt als COO tätig gewesen. Letztlich ist die Übernahme am IBM-Vertrag über die PC’s leider gescheitert (siehe den Beitrag zu diesem Vertrag hier). Aber junktimiert war die Bestellung von Pridt mit dieser Übernahme nicht!

Günter Pridt hat ein emotionales Kommentar zu diesem Gastbeitrag der Wirtschaftsprüferin abgegeben und in dem darauf einsetzenden E-Mail-Verkehr wirklich obskure Bemerkungen von sich gegeben, die schwächere Gemüter durchaus als Bedrohung empfinden können. Er sprach von „Verblendung“ der Wirtschaftsprüferin und davon, dass sie doch an ihr Kind denken sollte (!!!). Auch von Klagen und Rechtsanwalt war die Rede und eine kleine an mich gerichtete Drohung dann auch noch: „wenn Du mich weiter beschuldigst, bzw. verleumdest, wird es nicht zu Deinem Vorteil sein…„. Dabei habe ich den Beitrag gar nicht verfasst. Auch einen anderen in den E-Mail-Verkehr eingebundenen ehemaligen Vorstand der YLine hat er in der Folge mit Klagen gedroht und die Einschaltung des Staatsanwaltes avisiert.

Letztlich hat Pridt mitgeteilt, dass er als Zeuge vor Gericht schon für die Klärung der Dinge sorgen werde:

Die Tatsachen werden schon vor Gericht – ich nehme an, dass auch ich dort als Zeuge Gelegenheit haben werde, unter Wahrheitspflicht auszusagen – sicher geklärt werden. Wenn ich es richtig verstanden habe, sind Sie ja auch (rechtskräftig?) angeklagt und können daher auch umgestraft lügen, dass sich die Balken biegen. …

E-Mail von Günter Pridt

E-Mail von Günter Pridt vom 4.4.2001 an den Gesamtvorstand der YLine

Und jetzt frage ich mich was an dem Artikel der Wirtschaftsprüferin konkret falsch (gelogen) war. Die Antwort darauf blieb Pridt auch der nachfragenden Wirtschaftsprüferin in seinem obskuren Wortschwall schuldig!

Die belegbaren Fakten hingegen sind:

  • dass Günter von uns 14 Millionen Schilling Signing Bonus und danach bis zu seinem Ausscheiden im Mai 2001 monatlich über 420.000 Schilling kassiert hat;
  • dass er in seinen Aussagen den Eindruck vermittelt, dass er trotz dieses enormen Bezuges – ich habe als Vorstandsvorsitzender nicht einmal ein Viertel seiner Bezüge gehabt – praktisch für nichts zuständig war und eigentlich nur auf die BEKO-Übernahme gewartet hätte;
  • dass sich weder in seinem Vorstandsvertrag noch aus einer Geschäftsordnung diese behauptete Einschränkung seiner Verantwortung finden lässt. Eine derartige Einschränkung wäre sowohl lebensfremd als auch aktienrechtlich unmöglich. Vielmehr geht aus einer Geschäftsordnung aus dem Jänner 2001 hervor, dass Günter Pridt für das operative Geschäft und für IBM (irgendwie logisch oder?) zuständig war;
  • dass er mit IBM wegen der Vertragsneugestaltung im Frühjahr 2001 verhandelt hat (siehe E-Mail im Bild oben)

    Pensionsberechnungen Günter Pridt

    Pensionsberechnungen von Pridt für YLine-Ablöse

  • dass er sich von YLine die fiktiven Pensionsansprüche von IBM für den Zeitraum 2000 bis 2011 im errechneten Wert von 5,1 Millionen Schilling abfinden ließ (siehe Pridts Berechnungen hier), das Unternehmen auf eigenen Wunsch bereits im Mai 2001 wieder verließ und uns diese Pensionsanprüche nicht zurückzahlte. Er läuft darüber hinaus trotzdem heute auch noch mit einer lukrativen IBM-Alterspension herum (siehe IBM-Schreiben hier);

Schlussfolgerung ist, dass die Aussagen von Günter Pridt daher nicht stimmen und die übrigen Organe durch Verantwortungswegweisung belasten. Das wird dem Gericht anhand von Fakten darzulegen sein!

Sämtliche Drohungen, Rechtsanwälte und Staatsanwälte dieser Welt werden an diesen Tatsachen nichts verändern. Und nein, niemand fürchtet diesen Günter Pridt. Es bleibt die Frage, was den Mann denn dermaßen nervös macht? Immerhin verdanken wir es ihm aber, dass der Staatsanwalt jetzt diesen Blog auch liest!

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