Anzeige gegen Friedrich Scheck

Friedrich Scheck und Günter Kerbler wurden angezeigt

Im Kurier wurde am Mittwoch dieser Woche über eine brisante Strafanzeige gegen Friedrich Scheck und Günter Kerbler berichtet (siehe hier). Der darin erhobene Vorwurf lautet Untreue und Bilanzfälschung.

Derzeit prüft die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft die Einleitung eines Verfahrens, sagt ein Sprecher. Angezeigt wurden Aktivitäten, die Friedrich Scheck als Vorstand der börsennotierten ECO Business Immobilien AG bzw. als geschäftsführender Gesellschafter der ECO Management GmbH gesetzt hat. So hat Friedrich Scheck u.a. 2008 seine ECO Management GmbH um schöne 48,8 Millionen Euro an die ebenfalls börsennotierte conwert verkauft (im Detail hier beschrieben). Der Haken dabei war offenbar, dass die ECO Management GmbH nur einen Jahresumsatz von € 5 Millionen erzielte (was für eine Bewertung?! – fast das Zehnfache des Jahresumsatzes für ein Dienstleistungsunternehmen) und sogar dieser Umsatz war gar nicht ihr eigener.  Die ECO Management GmbH war lediglich die ausgelagerte Managementgesellschaft der ECO Business Immobilien AG. Eine Konstruktion, ähnlich wie bei Grasser und Meinl. Die conwert wiederum war Gründerin und Kernaktionärin der ECO Business Immobilien. Zur Abrundung des Netzwerkes war der conwert-Vorstand Günter Kerbler wiederum Gesellschafter der ECO Management GmbH. Kurz zusammengefasst, ein In-Sich-Geschäft: die conwert hat eigene Umsätze gekauft und dabei Friedrich Scheck und Günter Kerbler Millionen zukommen lassen. Der Anlegerschützer Rasinger bezeichnete seinerzeit den Kauf der ECO Management GmbH durch die conwert als Abzockerei der Kleinaktionäre (siehe auch Bericht auf Wiener Zocker). Aber im Abzocken von Aktionären hat Scheck seine Sache bei der YLine ja sehr gut gelernt (siehe Notizen hier).

Im Zusammenhang mit der YLine ist die Angelegenheit insofern interessant, weil Friedrich Scheck über seine ECO Management GmbH und die ECO Business Immobilien AG den YLine-Gutachter Dr. Thomas Keppert mit lukrativen Aufträgen und letztlich einer günstigen Immobilie bedacht hat (siehe Bericht hier). Rechtsvertreter bezeichnen das als Bestechung und Korruption. Ich bin ziemlich überzeugt, dass da in naher Zukunft noch interessante Informationen an den Tag gebracht werden.

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About Redakteur

Gründer und CEO von YLine und damit ein authentischer Berichterstatter über die spannende Zeit des wirtschaftlichen und politischen Wechsels am Ende des alten Jahrtausends.

Kategorie

Staatsanwaltschaft

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