Executive Summery der KPMG über die YLine und die Sicht von Günter Pridt
Executive Summery der KPMG über die YLine und die Sicht von Günter Pridt

Executive Summery der KPMG über die YLine und die Sicht von Günter Pridt

Die Insider können sich sicher noch erinnern, dass wir im Herbst 2000 die börsennotierte BEKO Holding AG übernehmen bzw. mit dieser fusionieren wollten. Diesbezüglich haben wir im September 2000 eine entsprechende Vereinbarung mit BEKO und deren Kernaktionären abgeschlossen. In der Folge führte die Wirtschaftsprüfungskanzlei KPMG im Auftrag der BEKO eine Due Diligence an der YLine durch. In dieser Due Diligence sah auch die KPMG den ISP – also u.a. die 35.000 IBM-PCs – in unserer Tochter YLine Web Access Services AG (YWAS). Die KPMG kritisierte in der Due Diligence auch unsere starke Ausrichtung an und die sich daraus ergebende Abhängigkeit von IBM. Das sagt eine führende Wirtschaftsprüfungskanzlei, die fern ist vom Vorwurf, von mir oder uns beeinflusst gewesen zu sein!

Die Übernahmetranskation der BEKO ist letztlich aus meiner Sicht an unserer Partnerschaft mit IBM gescheitert. IBM hat es verabsäumt, die BEKO korrekt über die Ausgestaltung der Partnerschaft zu informieren. Im Due Diligence-Bericht wird der damalige IBM-Generaldirektor Günter Pridt zitiert, der meinte, dass es zwischen IBM und YLine nur eine „lose Kooperationsvereinbarung“ gab (siehe oben Bild). Wie bitte? Eine „lose Kooperationsvereinbarung“? Und was ist mit der Partnervereinbarung vom September 1999 und den Zusagen von IBM Europa aus dem Juni 2000 an unsere Investmentbank und deren Prospektanwälte? Da hörte sich das von IBM ganz anders an!

Interessant auch, wurde doch Günter Pridt von IBM Paris an YLine vermittelt, um u.a. die Partnerschaft mit IBM zu stärken bzw. als COO das operative Geschäft zu stärken. Dafür haben wir auch einen Signing Bonus von ATS 14 Millionen an Günter Pridt bezahlt (siehe Bericht der Wirtschaftsprüferin). Auch bzw. insbesondere vor der damals geplanten Übernahme der BEKO. Diese scheiterte, aber nur für YLine. Pridt ging danach sehr wohl als Generaldirektor zur BEKO-Tochter Brainforce und traf dort wieder auf die ehemaligen Investmentbanker der YLine – diese hatten sich inzwischen  (mit dem mit den YLineaktien verdienten Geld) an der BEKO beteiligt (siehe Bericht zu Investmentbankern hier). Übrig geblieben sind die YLine und ihre Aktionäre, schade, eigenlich! Oder?

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IBM

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