Am Sonntag hat die Presse eine Aussage des Anlegeschützers Wilhelm Rasinger aufgegriffen, die dieser bei der Eröffnung der Hauptverhandlung in Sachen YLine gegenüber der Presse getätigt hat. Rasinger meinte zur „Presse“, dass nicht nur die Justiz Schuld an der langen Dauer der Ermittlungen hätte, sondern auch die Beschuldigten hätten einiges unternommen, um das Verfahren in die Länge zu ziehen. Aus meiner Sicht ist das blanker Zynismus eines völlig uninformierten Adabeis. Ich für meinen Teil habe irgendwann im Jahr 2006 einen Ablehnungsantrag gegen den Sachverständigen Dr. Keppert eingebracht. Danach nichts mehr, auch gegen die Anklage im Dezember 2012 habe ich keinen Einspruch erhoben. Mir sind auch von den anderen Angeklagten keine Maßnahmen bekannt, die über die „normalen“ Rechtsmittel hinausgegangen wären. Offenbar war das der Fehler, vielleicht hätten wir Anträge zur Beschleunigung einbringen müssen damit die Anklagebehörde auf Touren kommt? Aber es ist sicher einfacher und plakativer, die Beschuldigten zu den Schuldigen eines überlangen Verfahrens zu machen als die Justiz. Na dann nehmen wir halt diesen Vorwurf auch gleich noch mit, oder? Ist nach über 13 Jahren eh schon egal!

Hier ist der Artikel in der Presse, wo Susanne Reindl-Krauskopf, Professorin für Strafrecht und Vizedekanin der Jusfakultät der Uni Wien, zu den Aussagen von Rasinger Stellung nimmt und sich gegen eine Beschneidung der Rechte der Beschuldigten ausspricht: „Sekkatur“ oder berechtigte Anträge?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorie

Gericht, Presse

Schlagwörter