Die „alten“ Massenmedien interessieren sich bekanntlich in erster Linie für reichweitenträchtige Schlagzeilen wohingegen sich die „neuen“ Medien im Internet in den letzten Jahren fest als Nischenmedien etabliert haben. Wer sich für ein Thema wirklich interessiert, der geht – wie ich aus eigener Erfahrung weiß – nicht in die gedruckte Presse oder deren Online-Seiten, sondern auf die Blogs der spezialisierten Autoren. Das ist die neue Medienwelt und über Google findet man rasch und einfach den Weg dorthin.

Die Akte YLine ist dafür ein lebender Beweis. Während die „alten“ Massenmedien den YLine-Prozess über die Berichterstatter der APA verfolgen und deren täglichen Berichte mehr oder weniger 1:1 oder gar nicht übernehmen, gibt es in der Blogosphäre eine höchst lebendige Gemeinschaft, die u.a. die Akte YLine besuchen und auch darüber berichten. Beispielsweise gestern Harald Fercher am Blog des Börse Express (Artikel hier). Martin Balluch von den Tierschützern war in Österreich der erste Blogger, der über den Prozess gegen ihn und andere berichtete (hier der ProzessBlog). Daneben betreibt Martin Balluch noch seinen eigenen Blog (www.martinballuch.com) und berichtet dort stets aktuell über die ihm wichtigen Themen. Die Blogosphäre wird meines Erachtens zunehmend zu einem Instrument zur Wahrung des verfassungsmäßigen Rechts auf ein faires Verfahren.

Die Leser dieser Blogs zeichnet regelmäßig aus, dass sie sich für das Thema interessieren, aus dessen Umfeld kommen und dann in der Folge sehr treue, wiederkehrende Leser sind. Der Blog zur Akte YLine verzeichnet beispielsweise Tag für Tag zwischen 800 und 2.000 Page Views. Damit liegen wir im Ranking beispielsweise auf http://www.alexa.com deutlich vor dem Blog von Martin Balluch. Derzeit (13. Mai 2014) liegt der Blog von Akte YLine an Stelle 5.245 im Ranking unter den österreichischen Webseiten. Hey, das ist sehr, sehr weit vorne für so ein Spezialthema.

Das zeigt mir, dass unser Verfahren von einer interessierten Öffentlichkeit sehr genau verfolgt wird. Und das ist für mich persönlich wichtiger als 100.000 Leser ohne direkten Bezug zum Thema. Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, dass viele Juristen unsere Hauptverhandlung genau verfolgen. Beispielsweise wurde der Ablehnungsantrag betreffend den Gutachter Dr. Werner Hallas, der von Dr. Michael Rohregger, Verteidiger der angeklagten Wirtschaftsprüferin, eingereicht wurde, bisher bereits über 230 mal (!) von hier heruntergeladen (siehe Bericht hier). Das gibt mir zumindest das Gefühl, dass die Justiz nicht alles ohne Beobachtung durch eine interessierte Öffentlichkeit machen kann. Und das ist nach 14 Jahren Kriminalisierung zumindest ein für die Psyche notwendiges Placebo!

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About Redakteur

Gründer und CEO von YLine und damit ein authentischer Berichterstatter über die spannende Zeit des wirtschaftlichen und politischen Wechsels am Ende des alten Jahrtausends.

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Gericht