Heute war ein relativ ereignisloser Tag im Gerichtssaal. Die Befragung der angeklagten Wirtschaftsprüferin wurde abgeschlossen und danach die Einvernahme des Viertangeklagten durchgeführt.
Der ehemalige Vorstand ist angeklagt wegen Untreue in Verbindung mit einer Sacheinlage.

Dabei ist die diesbezügliche Argumentation der Staatsanwaltschaft für mich nicht nachvollziehbar. Der ehemalige Vorstand war zum Zeitpunkt der tatsächlichen Durchführung der Sacheinlage im Frühjahr 2000 bereits ausgeschieden und hat die Eingabe an das Firmenbuch kurz vor seinem Ausscheiden nach Vorliegen aller gesetzlich erforderlichen Prüfberichte nach Rücksprache mit seinem Anwalt der Form halber unterschrieben.

Was die Motivation des Viertangeklagten gewesen sein soll, eine behauptete Untreue zu unterstützen, das entzieht sich meinem Vorstellungsvermögen. Die Einvernahme war dann auch sehr rasch zu Ende. Danach stellte sein Rechtsvertreter den Antrag, seinen Mandanten aus dem Verfahren auszuscheiden bzw. ihn freizusprechen. Das Gericht hat diesen Antrag nach kurzer Beratung abgelehnt. Es geht also weiter mit 11 Angeklagten aber immerhin haben wir jetzt bereits 5 Einvernahmen hinter uns. Hier der Bericht der APA über den Tag, den die krone.at übernommen hat.

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About Redakteur

Gründer und CEO von YLine und damit ein authentischer Berichterstatter über die spannende Zeit des wirtschaftlichen und politischen Wechsels am Ende des alten Jahrtausends.

Kategorie

Gericht, Prozesstagebuch