Richard Stallman verkauft sein Gnu
Richard Stallman verkauft sein Gnu

Richard Stallman verkauft sein Gnu

Man mag es glauben oder auch nicht aber manchmal bin ich derzeit auch an anderen Orten anzutreffen als im Großen Schwurgerichtssaal am Straflandesgericht in Wien. Am Wochenende 31.5./1.6.2014 war ich auf Einladung bei der Bitcoin-Konferenz CEBE 2014 in der TU Wien. Da versammelte sich international alles, was Reputation und Engagement in Sachen Bitcoins aufweisen konnte. Meine Freunde wissen, dass mich die kryptografische Privatwährung Bitcoins seit Jahren fasziniert und ich mich dort engagiere. Für mich sind Bitcoins DIE neue Währung für die digitale Wirtschaft.

Bei der Veranstaltung am Wochenende ist dann auch einer meiner persönlichen Helden aufgetreten – der US-Programmierer und Aktivist Richard Stallman (hier mein Bericht auf meinem Blog für Interessierte). Warum ich das hier schreibe? Weil Richard auf dieser Konferenz ein kleines Stofftier, ein Gnu (siehe Bild links), das er nach eigenen Angaben um exakt US-$ 1,20 gekauft hatte, um US-$ 272 auf der Konferenz versteigerte. Wucher, oder? Das ist ja noch schlimmer als der Verkauf einer Lizenz, oder?

Richard Stallman steht auf "free"

Richard Stallman steht auf „free“

Dieses Gnu wiederum ist das Symbol der von Stallman gegründeten Free Software Foundation (siehe Information auf Wikipedia). Das ist bis heute ein „Think Tank“ in der IT-Branche, der dafür eintritt, dass Software nicht auf ein kommerzielles Produkt reduziert, sondern frei ausgetauscht werden sollte. Trotzdem, trotz dieser Freiheit der Software könnte man darauf nachhaltige Geschäftsmodelle aufbauen. Diese, seine Vision hat er am Wochenende in Wien vor vollem Haus und internationalem Publikum vorgetragen. Mittlerweile weiß man, dass werbe- und servicefinanzierte Geschäftsmodelle funktionieren aber damals, als Stallman begann, war er ein Visionär! Heute gilt er als Begründer neuer Geschäftsmodelle wie Open Source Software oder Lizenzmodelle wie Creative Commons.

Nach seinem Vortrag ist er schnell wieder abgereist. Gut für ihn, denn sonst hätte ich ihn glatt gefragt, ob er für mich in der Hauptverhandlung aussagen und erklären könnte, wie Geschäftsmodelle im Internet so funktionieren, außerhalb Österreichs. Aber wahrscheinlich hätte er mir nach meiner Bitte sowieso einen Tritt in den Allerwertesten verpasst! Er hätte sicher gedacht, dass ich ihn veräpple.

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